Es war vor wenigen Tagen, als meinen Mann und mich mitten in der Nacht ein Anruf weckte. Unser Schwiegersohn Marcel war am Apparat und teilte uns aufgeregt mit, dass Juliane im Krankenhaus in den Wehen liegt. Wir packten natürlich sofort ein paar Sachen zusammen, machten uns ein wenig frisch und düsten mit Sohn Jens ab ins Krankenhaus. Die Geburt ging jedoch glücklicherweise so schnell, dass das Baby bereits in den Armen von Juliane lag. Neben ihr stand der stolze Papa Marcel, den wir mittlerweile auch schon in unser Herz geschlossen haben.
Die kleine Lara schlief friedlich in den Armen der Mutter und war wunderschön, sodass wir uns sehr über den Nachwuchs freuten und gar nicht mehr sauer über die frühe Schwangerschaft waren. Zwei Tage später überreichten wir Juliane einen großen Blumenstrauß, ein Bettelarmband mit Charms von Kinderwagen, Babys und Herzchen und einen Schlüssel für die Wohnung, die wir für sie und Marcel im Dachgeschoss unseres Hauses ausgebaut hatten. Wir hatten schon lange vor dem Geburtstermin alles vorbereitet. Das Kinderzimmer strichen wir, da wir wussten, dass es ein Mädchen werden würde, in rosa und kombinierten es mit weiß.
Denn auch, wenn wir postverrückt sind und unsere Fensterdeko gelb ist, soll das Kleine noch nicht allzu viel von dem Spleen mitbekommen. Und Rosa ist einfach eine süße Farbe für ein kleines Mädchen, das in dem Leipold Stubenwagen friedlich schlummern kann. Daneben richteten wir mit einer Schiebetür gleich das Schlafzimmer der Eltern ein, sodass Lara immer in Beobachtung steht. Wir nahmen Juliane, Marcel und Lara mit nach Hause und sind nun froh, eine so große und glückliche Familie zu sein. Doch dennoch hoffen wir, dass sich unser Jens mit der Nachwuchsplanung lieber ein bisschen länger Zeit lässt.